Wie funktioniert eine Wasserentkalkungsanlage?

Datum: 27. Mrz 2016   /   Publiziert von   /   Abgelegt unter Heim & Garten

Es gibt eine ganze Reihe von Methoden, die der Entkalkung von Wasser dienen. Nicht alle Methoden sind gleich effizient und nicht alle eignen sich für grosse oder auch kleine Wassermengen. Jede Methode hat ihre Vor- und Nachteile. Alle haben sie aber eines gemeinsam: den Nutzen – nämlich das Wasser zu enthärten. Vorab eine kleiner Überblick.

Welche Methoden gibt es?

Ohne auf alle Methoden einzugehen – nicht alle sind für Privathaushalte relevant – listen wir hier die wichtigsten Methoden auf: Ionentausch, Enthärtung mit Chemikalien, Physikalische Entkalkung, Entcarbonisierung, Vollentsalzung und einige mehr.
Das prominenteste Verfahren, das manche von Ihnen kennen dürften, ist die Enthärtung mit Chemikalien. Auf diese Weise funktionieren nämlich Waschmaschinen. Man fügt dem Waschmittel Enthärter (Weichmacher) hinzu. Diese sorgen dafür, dass die Hartmacher anderweitig gebunden werden, anstatt dass diese sich mit den Tensiden verbinden, die eigentlich die Wäsche reinigen sollten. Weil niemand Tenside und andere Chemikalien in seinem Trinkwasser haben möchte, lassen wir diese Methode gleich aussen vor. Konzentrieren wir uns auf eine Methode, die in Privathaushalten anwendbar ist.

Ionentauschverfahren

Die Ionen, die dafür sorgen, dass Wasser hart erscheint und an allen erdenklichen Oberflächen Kalkspuren hinterlassen, Rohre und Düsen verstopfen und vieles mehr, sind sogenannte Erdalkaliionen, vorwiegend eben Magnesium und Calcium. Diese beiden Ionen sind dafür verantwortlich, dass besonders beim Erwärmen von hartem Wasser nicht lösliche Kalke und Kalkseifen abgesondert werden. Diese wiederum setzen sich ab und verursachen mitunter beträchtliche Schäden. Ionentauscher sind so konzipiert, dass sie genau diese schädlichen Hartmacher aus dem Wasser filtern, indem sie diese Ionen durch harmlose Natrium-Ionen ersetzen, also austauschen. Das geschieht – ohne ins Detail gehen zu wollen, indem Wasser durch eine von Kochsalz gespeiste Tauschereinheit gepresst wird. Chemische Eigenschaften des Salzes sind dafür verantwortlich, dass dieser chemische Ionentausch-Prozess funktioniert und selbstständig abläuft. Dasselbe Salz ist es auch, das diesen Prozess an sich uneingeschränkt ablaufen lässt, vorausgesetzt, es wird Salz nachgefüllt. Das macht die Angelegenheit relativ erschwinglich und zudem umweltfreundlich. Also kein Vergleich zum Entsalzen mittels Chemikalien.

Der Vorteil des Ionentauschverfahrens

Der Vorteil ist also schnell mit zwei Adjektiven aufgezeigt: Günstig und ökologisch. Die gebräuchlichen Geräte, die hierfür von Anbietern wie Softwater, König Haustechnik oder WS verkauft / vermietet werden, sind für Privathaushalte konzipiert. Das heisst, dass Sie Einfamilienhäuser oder auch Wohnblöcke mit enthärtetem Wasser versorgen können. Für ganze Kraftwerke reicht die Lösung freilich nicht. Das könnte man eventuell als Nachteil sehen, wenn man unbedingt einen solchen sucht. Die Geräte arbeiten zudem zuverlässig und annähernd wartungsfrei. Besonders in Gebieten mit hartem Wasser sollte man über diese Anschaffung nachdenken.