Auswirkungen der Corona-Krise auf den Stellenmarkt

Datum: 29. Dez 2020   /   Publiziert von   /   Abgelegt unter Business

Das Jahr 2020 war durch die Corona-Pandemie und deren Auswirkungen geprägt. Es wird auf ein Jahr voller Einschränkungen, Konsequenzen und Veränderungen zurückgeblickt. Strenge Massnahmen für jegliche Bereiche sollten vor einem Infektionswachstum schützen – was jedoch erhebliche Folgen für die gesamte Wirtschaft bedeutete.

Während für viele Arbeitnehmer Kurzarbeit und Homeoffice in Kraft traten, liessen sich nicht alle Arbeitsstellen mit diesen Konzepten vereinen. Ohne die Möglichkeit aus dem eigenen Heim zu arbeiten, fanden sich Arbeitnehmer entweder in einer Situation mit erhöhtem Infektionsrisiko oder in der resultierenden Arbeitslosigkeit wieder.

Sowohl das Hotel- und Gastronomiegewerbe, als auch die Kultur- und Reisebranche erfuhren besondere Gefährdung. Kleingewerbe sahen sich vor nahezu unüberwindbaren Herausforderungen, sodass einige Unternehmen massiv Stellen abbauen mussten oder nicht in der Lage waren, die Corona-Krise zu überstehen.

Der Stellenmarkt bildet dabei exakt diese Entwicklung ab: Gegenüber den Vorjahresmonaten weist die Schweiz eine bemerkbare Steigerung der Anzahl an Arbeits- und Erwerblosen auf. Dies betraf insbesondere Personengruppen, welche sich bereits vor der Pandemie in einer suboptimalen Situation befanden. Geringfügig Beschäftigte und Solo-Selbstständige standen sowohl einem hauptsächlichen Verlust der Tätigkeit als auch einer fehlenden finanziellen Absicherung gegenüber.

Auch Neueinstellungen wurden stark beeinflusst. Mit einem extremen Defizit an ausgeschriebenen Vakanzen verschlechtert sich das Verhältnis zwischen offenen Stellen und Arbeitssuchenden. Folglich erfahren Absolventen eine weitaus längere Phase der Arbeitsfindung und müssen sich durch finanzielle Not in Branchen eingliedern, welche nicht dem Ausbildungsgrad entsprechen.

Trotz zeitweiser Besserung dank Digitalisierung, Soforthilfen und Kurzarbeit zeigt der Arbeitsmarkt demnach deutliche Auswirkungen der Corona-Krise. Gleichzeitig ist zu erwarten, dass sich die negativen Folgen von Corona auf dem Arbeitsmarkt kumulieren und dadurch im Jahr 2021 auf ein Maximum heranwachsen werden.
Bislang steht also fest, dass diese weltweite Herausforderung noch lange nicht gemeistert ist. Aus Erfahrung mit bisherigen Konjunkturzyklen besteht jedoch die Zukunftsaussicht auf einen Aufschwung, sodass mit gemeinsamen Kräften diese Zeit zu bewältigen ist.